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Gartenträume

Die Königin der Blumen

Die Königin der Blumen

Die Rose zählt zu den edelsten Blumen. Wer sie in der richtigen Farbe verschenkt, kann damit auch Emotionen sprechen lassen. Richtig gepflegt bereiten sie lange Freude.

Mit ihren zarten und wohlriechenden Blüten ist die Rose eine Blume, die seit jeher von zahlreichen Geschichten, Mythen und Sagen umrankt ist. Heute gibt es tausende von Rosensorten, die sich in Wuchshöhe, Blüten ­ form, -farbe und -duft unterscheiden. Das liegt daran, dass sie seit mehr als 2000 Jahren gezüchtet wird. Verehrt wurde die „Königin der Blumen“ aber schon lange vorher. Als symbol - und geschichtsträchtige Blume hat die Rose immer schon Menschen in ihrer Kulturgeschichte begleitet.

Den Beginn der Rosenkultur legt man in das dritte Jahrtausend vor Christus nach China, auch aus Ägypten stammen Zeugnisse aus der Zeit im zweiten Jahrtausend vor Christus.

Nach Griechenland und damit in Richtung Europa kam die Rosenkultur über Kleinasien und Thrakien. Viele Dichter im antiken Griechenland verherrlichten die Rose, wie etwa Sappho. Sie war die erste, die die Rose als „Königin der Blumen“ bezeichnete. Im Römischen Reich erreichte der Rosenkult eine weitere Hochblüte. In der Kaiserzeit wurden Rosen dann in Glashäusern gezogen und aus Ägypten importiert. In Mitteleuropa wurden die heimischen Wildrosen von den Kelten und Germanen genutzt, wie Hagebuttenfunde in Siedlungen zeigen. Sie nutzten sie als Nahrungs- und Heilmittel.

Duftend und heilend zugleich

Die Heilkraft der Rose ist seit tausenden von Jahren bekannt und soll von Mönchen, Naturheilern, aber auch von Ärzten eingesetzt worden sein. Die Rosenblütenblätter enthalten ätherisches Öl - das macht den Duft der Rose aus, das alleine hat schon eine positive Wirkung auf das Gemüt. Neben seinem entzündungshemmenden und abschwellenden Effekt wirkt das Öl auch noch krampflösend und kräftigend. Es hilft bei Verdauungsstörungen, stärkt Herz und Kreislauf und wirkt beruhigend und ausgleichend aufs Gemüt.

Erst in der Renaissance und nach der Reformation wurden in Europa verstärkt die neuen Kulturrosen kultiviert, sie waren der Grundstock der europäischen Gartenkultur. In der Zeit des Barock und Rokoko setzte sich die Rose dann in Europa als „Königin der Blumen“ durch und hielt auch in Stadt- und Bauerngärten Einzug.

Tipps für ein gesundes Wachstum

Heute kommt kein Festbankett, keine Hochzeit und keine Trauerfeier und wohl auch kein Garten ohne die „Königin der Blumen“ aus. Damit Hobbygärtner viel Freude mit ihren Rosen haben, gibt es ein paar Tipps, die den Rosen zu einem gesunden Wachstum und einer üppigen Blüte verhelfen. Wichtig ist ein guter Platz an der Sonne. Denn Rosen lieben einen lockeren Boden und einen sonnigen, aber nicht zu heißen Platz. Sie sollten auch genügend Platz unter der Erde haben, denn Rosen sind tiefwurzelnde Pflanzen. Große Bäume oder Sträucher in der Nähe sind daher eher kontraproduktiv. Auch sollten Rosen nicht direkt an die Hauswand gepflanzt werden, da die starke Sonneneinstrahlung, die durch die Reflektion des Gebäudes noch verstärkt wird, die Luft sehr stark erhitzt und austrocknet. Die Blätter können leicht verbrennen und die Blüten welken schneller. Üblicherweise werden Rosen im Herbst gepflanzt, wenn das Wetter mild und der Boden nicht gefroren ist. So kann die Pflanze noch weitere Wurzeln entwickeln und sich bis im Frühjahr noch gut anwachsen. Sofern es nicht friert, können Rosen auch im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden. Dann könnte sich der Austrieb und die Blüte allerdings etwas verzögern.

Ein tiefgründiger, lockerer, durchlässiger und auch nährstoffreicher Boden ist ideal für Rosen. Vor der Pflanzung sollten sowohl wurzelnackte als auch Containerrosen über Nacht in einen Kübel mit Wasser gestellt werden, damit sich die Wurzeln mit Wasser vollsaugen können.

Frisch gepflanzte Rosen, aber auch schon „ältere“ Pflanzen benötigen regelmäßig Wasser. Wichtig dabei ist, dass sich keine Staunässe entwickelt, da sonst die Wurzeln faulen können. Ebenso notwendig sind ausreichend Nährstoffe. Am besten eignet sich organischer Dünger wie Kompost oder ein spezieller Rosendünger.  Wichtig ist, Rosen keinesfalls zu überdüngen, denn das schadet ihrer Vitalität. Wenn Rosen bereits in einem sehr nähstoffreichen Boden eingepflanzt sind, dann genügt manchmal schon das einmalige Einarbeiten von Kompost.

Schneiden fördert die Blühfreudigkeit

Damit Rosen üppig blühen und ihre volle Schönheit entfalten, ist Schneiden angesagt. Dadurch wird die Pflanze zum Wachstum angeregt und die Gesundheit gefördert. Durch den frei gewordenen Platz steht der Rose nun mehr Licht und Luft für neue Triebe zur Verfügung. Außerdem entstehen nach dem Schnitt schnell neue Blüten und lassen die Rose schöner aussehen.

Auch wenn es für jede Rosenart verschiedene Techniken gibt, ist das Ziel immer das gleiche: Eine prächtige Rose zu haben und den lichten Kronenaufbau zu erhalten. Der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist da, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist und die Forsythien blühen. Zwerg-, Edel- und Beetrosen wollen stark gekürzt werden, Strauch- und Kletterrosen sowie Englische Rosen sollten nur wenig zurückgeschnitten werden. Wichtig dabei ist eine scharfe Schere, damit die Schnittstellen glatt sind und die Pflanze so wenig wie möglich verletzt wird. Geschnitten wird schräg, damit sich kein Wasser an der Schnittstelle sammeln kann und kein Nährboden für Krankheitserreger entsteht. Wer seine „Königinnen“ im Garten ein oder zwei Mal zurückgeschnitten hat, nachdem er sich mit der passenden Technik für seine Rosenarten auseinandergesetzt hat, hat die Schnittregeln im Kopf und kann sich über eine schöne Blütenpracht freuen.

Schönheiten für den Garten

Die Sortenvielfalt, ihr Duft und ihre verschiedenen Farben und Farbnuancen machen die Rose zu einer ganz besonderen Blume. Gut gewässert, gedüngt, geschnitten und an einem passenden Standort lassen Beet -, Strauch -, Edel - oder Wildrosen jeden Garten in einem besonderen Glanz er ­ strahlen. Die Rose ist immer attraktiv, egal ob solitär gesetzt oder in der Gruppe.

Passende Pflanzen

Zeitgleich zur Auswahl der Rosen sollten sich Gartenfreunde Gedanken darüber machen, ob sie Begleitpflanzen nutzen möchten. Natürlich wirken Rosen schon alleine sehr majestätisch, aber Begleitpflanzen können deren Schönheit noch besser hervorheben. Gleichzeitig haben sie auch eine schützende Funktion, da sie Rosen vor Krankheiten schützen, wie Lavendel, der mit seinem ätherischen Öl Blattläuse fernhält.

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